Am Donnerstag (26. September 2024) durften wir im K4-Theater ein Jubiläum feiern! Der erste WupperSlam im K4 Theater für Menschlichkeit ist nun 2 Jahre her und das Format hat sich bestens bewährt. Anna Lisa Azur und das Team des K4-Theaters, die vier Köhlers, haben 2022 die Idee eines Wuppertaler SongSlams, des »WupperSlams«, in die Tat umgesetzt, beworben und mit viel Liebe Monat für Monat aufgebaut. Der Anfang war damals nicht leicht: Erst nach und nach sprach sich die Veranstaltung als Geheimtipp herum, allmählich füllten sich die Reihen. Inzwischen ist der letzte Donnerstag im Monat weit über das Bergische Land hinaus als der Tag bekannt, an dem man vor einer liebevoll gestalteten Theaterbühne gemütlich beisammen sitzen und den Worten und Liedern der Künstler*innen lauschen kann. Am Ende gibt es einen von Mona Köhler bunt und thematisch passend gestalteten Pokal.
Leider konnte Anna Lisa Azur uns an diesem Tag nicht mit ihrer erfrischend-mitreißenden Moderation durch diesen SongSlam begleiten; Kris Köhler sprang ein und hatte Rezepte für herbstliche Spezialitäten wie Quittenbrot und Kürbiskuchen dabei, um das Fehlen der aufheiternden Tierfakten zwischen den Punktvergaben ein bisschen auszugleichen.
Als Line-up des Abends traten diesmal Marius Hanke (@zwergriese), Salomon (@dersalomon) und Reni (@reni.musik) miteinander an. Marius‘ Raptexte gingen tief unter die Haut: Er sang von Verlust; der Boden unter dem lyrischen Ich tat sich auf, als das Herz brach: In Liebe und mit einem Hoffnungsschimmer aus der Dunkelheit heraus. Weniger düster, dafür aber mit einer amüsanten Pointe besang Salomon seinen ordnungsliebenden Mitbewohner, der sich im Laufe des Liedes als Staubsaugerroboter herausstellte. Reni erfüllte den Raum mit bitterschöner Melancholie: »Bitte halt mich noch einmal ganz fest, als wäre nicht schon alles verloren. Und wir nicht schon morgen vergessen, als hätten wir nie gelogen.«
Reni und Salomon, die gemeinsam Konzerte singen, überraschten uns anschließend mit einem Duett. Anstatt gegeneinander das Finale zu bestreiten, erklang neben Salomons Gitarrenklängen auf einmal Renis Stimme. Zu zweit besangen sie das Ende einer Beziehung. Vielleicht sei es zu spät für die Realität? »Vielleicht sollten wir statt drüber (zu) reden, einfach unsere Lüge leben.«

Den Pokal, diesmal in Form eines Notenschlüssels, erhielt über die Punktewertung des gerührten Publikums Reni; sie holte anschließend Salomon auf die Bühne und die beiden präsentierten eine Zugabe!
Es war ein Abend voller Magie, eines Jubiläums würdig. Vielen Dank an das Publikum und all die wunderbaren Menschen auf der Bühne und hinter den Kulissen.