In einem wunderschönen grünen Hof zwischen Kulturgebäuden, zwischen Vo­gel­ge­zwit­scher und sanften Gitarrenklängen, steht ein Bühnenwagen. Nicht einer von den futuristisch-eckigen Großkästen für Straßenfestivals, keine Sorge – es sah vielmehr aus, als habe Peter Lustig persönlich in der Idylle geparkt und eine kleine Bühne mit zwei Mikrofonen aufgebaut.

Auf dem Hof ordentlich aufgereiht, von nah an der Bühne bis nah an kulinarischen Verführungen, von wohltuendem Schatten bis zum Kaffee in der Sonne standen Bänke aus Holz und luden zum Verweilen ein. Und das taten einige!
Es ist nicht ganz leicht, zu ermitteln, ob eine breite Klappbank voll besetzt ist oder noch Platz für weitere Besucher wäre; ich würde sagen, der Saal war quasi ausverkauft, so weit wie das bei freiem Eintritt unter freiem Himmel eben möglich ist.

Das mag daran liegen, dass auf der Bühne einiges geboten wurde! Isabel Sophie, Jens Pruß, Frau Lore und Jan Bühlbecker zogen das Publikum in ihren Bann, mit Texten zu körperlicher Selbstbestimmung, Möbel-Shopping an Samstagen, Lehre*rinnenalltags- und Kundendienst-Horror.

Nach diesem wunderschönen Samstagnachmittag bei der Szeniale im Gelsenkirchener Ückendorf ging es für uns weiter zum GAP-Festival im Mirker Bahnhof in Wuppertal!

Foto: Anna Lisa Azur