“Anna Lisa, auf der A46 ist ’ne Vollsperrung…”, tönt es durchs Telefon. Michael, der gerade aus Belgien losgegurkt ist, um pünktlich in Wuppertal zu sein, hängt fest. Nun, jetzt ist es zwar erst 15:00, aber ein Problem ist das trotzdem, denn: Da am Kar-Samstag Osterfrühstück bei Bright Lights ist, wollten die beiden vor dem WupperSlam noch fix den gemeinsamen Frühstückseinkauf erledigen. “Nun, dann wird das ’ne knappe Kiste!”, sagt Anna Lisa. Denn: Die beiden haben sich viel vorgenommen! Zum einen muss eingekauft werden, zum anderen wollen sie vor Eventstart noch Social Media Content im Theater drehen UND last but not least ihre erste gemeinsame Moderation durchsprechen. Richtig gelesen: Am 28.3.2024 sollte es das erte Moderationsdebüt von Anna Lisa Azur und Michael Klütgens geben. Da gab es aber erst noch einige Hindernisse zu beseitigen. Zum Beispiel dass vier Stunden vor Veranstaltungsbeginn eine krankheitsbedingte Absage einer Poetin eintrudelte. Das ist erstmal nicht weiter schlimm, denn eine Erkältung kriegen wir alle einmal. Aber: Mit nur drei Poet*innen im Wettbewerb ist ein Poetry Slam nun mal nicht mehr ganz so einfach. Also begab sich Anna Lisa fix auf Ersatzsuche. Und Jan Bühlbecker, sowie Jens Pruß retteten den Abend, indem sie aus Bochum und Iserlohn einsprangen – echte Osterhelden die beiden!
Nun aber schnell: Michael war angekommen, die beiden sprinteten los zum Supermarkt und ins Theater. Angekommen wurden ganz schnell ein paar Reels gedreht (checkt doch bei dieser Gelegenheit mal unseren Insta-Kanal aus!) und in Schale geworfen: Anna Lisa im Kleid, Michael im Anzug. Und dann ging es los: Jens Pruß, Jana Goller, Andi Substanz, Paula Höll und Jan Bühlbecker haben den Saal wirklich zum Staunen, Lachen, Weinen – kurzum: Fühlen gebracht! In der ersten Runde begeisterten unsere Poet*innen die Zuschauer*innen, die sogar aus Bayern, Bochum und Salzburg angereist waren, mit ihren selbstgeschriebenen Texten. Und dann folgte (Trommelwirbel!) die Impro-Runde. Das Publikum entschied sich in der gestrigen Ausgabe für folgende Wörter: Verklüngeln, Räuberinnenleiter und Bergischer Zwieback. Da schreibt sich der Text ja praktisch von selbst, oder? Das dachten sich auch unsere Poet*innen, die hinter der Bühne fleißig an ihren Texten arbeiteten. Jan Bühlbecker schrieb seinen Text sogar auf einem Pizzakarton – Not macht halt erfinderisch! Nur Andi Substanz konnte in der Pause chillen, denn er katapultierte sich aus der Vorrunde mit der höchsten Punktzahl direkt ins Finale.
Dann aber folgte die zweite Runde und die Texte waren allesamt sagenhaft! Lustig, revolutionär, tief lyrisch – einfach ein echtes Träumchen für alle Literaturherzen! Im Finale konnte sich dann Paula Höll gegen Andi Substanz durchsetzen und ist damit sicher im Jahresfinale am 27.6.2024.
Es war ein phänomenaler Abend mit umwerfenden Performances und dem besten Publikum, das man sich hätte wünschen können! Jetzt freuen wir uns auf die nächste SONG! Slam Edition im K4 Theater für Menschlichkeit am 25.4.2024.
Foto: Max Schmidt